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Serienrezension


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Damages – Im Netz der Macht ist eine Thriller aus dem Jahr 2007 mit Glenn Close und Rose Byrne.

++++ACHTUNG MÖGLICHER SPOILER IM FAZIT++++

Damages - Im Netz der Macht

Damages – Im Netz der Macht dreht sich um die brillante, aber auch skrupellose Anwältin Patty Hewes, ihren Protégée Ellen Parsons und die Anwaltskanzlei, die Hewes in New York leitet. In der ersten Staffel versucht Hewes im Interesse der ehemaligen Mitarbeiter einen Prozess gegen den ehemaligen Vorsitzenden eines Konzerns zu gewinnen. Die zweite Staffel handelt von Hewes’ Beziehung zu einem Mann aus ihrer Vergangenheit und ihrem erneuten Kampf gegen einen Konzern, diesmal einen Energieriesen.

Hauptcharaktere

Patty Hewes (Glenn Close) hat gerade ihren größten Sieg in einem Gerichtsprozess davongetragen und gilt als unangefochtene Meisterin in der Welt der skrupellosen, hinterhältigen A-Klasse-Anwälte. Als ein Mann aus ihrer Vergangenheit in ihr Leben zurückkehrt, gerät die manipulative Anwältin in einen Mordprozess, der direkt mit einer Verschwörung zusammenhängt, in die auch einer der größten Energiekonzerne des Landes involviert ist. Dieser Fall kostet sie viel mehr, als sie eigentlich aufs Spiel setzen wollte.

Ellen Parsons (Rose Byrne) ist keine idealistische Junganwältin mehr. Durch ihre Mentorin Patty Hewes wird sie eine Meisterin im moralisch ambivalenten Feld der Hochklasse-Anwaltschaft. Es gibt nur ein Problem: Ellen glaubt, dass Patty versucht hat, sie umzubringen. Voller Rachegefühle und verfolgt vom Mörder ihres Verlobten beschließt sie, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen.

Tom Shayes (Tate Donovan) wurde vor kurzem Partner bei Hewes & Associates – seitdem nimmt er eine Führungsposition an der Seite von Patty ein. Auf der anderen Seite gewährt ihm seine neue Stellung die Verfolgung seiner Ziele als erfolgreicher Anwalt. Auf der anderen Seite muss er immer wieder seinen Ehrgeiz mit seinem moralischen Vorstellungen in Einklang bringen.

Arthur Frobisher (Ted Danson) verliert sein Vermögen bei einem von Patty Hewes geführten Prozess und erleidet ein beinahe tödlichen Schusswaffenangriff. Später versucht der Ex-Milliardär, sein Leben neu aufzubauen und sien Image aufzupolieren. Aber er kann seine Vergangenheit nicht so leicht hinter sich lassen, wie er zunächst dachte. In der 2. Staffel arbeitet er in einem umweltfreundlichen Unternehmen.

Damages – Im Netz der Macht wurde erstmals im Juni 2007 auf dem Sender FX Network ausgestrahlt. Seit April 2008 lief die Serie in Deutschland auf Kabel 1.

Fazit

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I ♥ Damages! Entgegen mancher Kommentare kann ich diese Serie jedem weiter empfehlen. Zumindest jedem, der verstrickte Plot's mit Substanz mag, auf Spannung steht und Glenn Close feiert. Die Serie ist eine meiner Top-Favoriten und ich finde sie weitaus weniger "künstlich aufgebauscht" als z.B. House of Cards. Fand ich auch nicht schlecht, aber eben wesentlich abgehobener als Damages.

Wir begleiten die Junganwältin Ellen auf ihrem Karriereweg. Sie trifft auf Patty, eine Staranwältin, bei der sie anheuert. Bei Patty muss man sich Respekt erst einmal verdienen. Denn Patty ist ein harter Brocken und ihr macht keiner so schnell was vor. Abgehärtet durch eine miese Kindheit zieht sie ihr Ding knallhart durch. Und dennoch: Patty ist unendlich einsam. Ihre Einsamkeit wirft Fragen auf. Ihre Einsamkeit berührt einen auch, auf ganz beklemmende Art und Weise. Sie ist nicht so eiskalt, wie sie vorgibt zu sein, doch ist sie eine Gefangene in ihrer eigenen Fassade, in ihrer Schutzburg, die sie errichtet hat. Ellen und Patty verbindet eine freundschaftliche Form der Liebe, Anerkennung und Achtung - und gleichzeitig sind sie im stetigen Wettbewerb, den beide wollen nur eins: Gewinnen. Und hierfür überschreiten sie beide ihre Grenzen ...

Für mich gibt die Serie mehr her, als ein Thriller oder eine Anwaltsserie mit Polit-Touch. Sie greift tiefer, reißt mit, zeichnet ausgeklügelte Charaktere, die einem hier und da wirklich zu denken geben. Glenn Close spielt unfassbar gut die Rolle der eiskalten Staranwältin, die sogar ihren eigenen Sohn fertig macht. Die Serie hat einen bis ins Detail ausgeklügelten, sehr verschlungenen, aber inhaltlich runden Plot, den ich wahnsinnig gut fand. Damages hat Format, Substanz und Handlung - ich wünschte mehr Serien wären so!

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Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert ist eine Kriminalserie aus dem Jahr 2018 mit Patrick Dempsey und Virginia Madsen.

Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

Die Dramaserie The Truth About the Harry Quebert Affair beruht auf dem gleichnamigen Roman von Joël Dicker und dreht sich um einen jungen Schriftsteller, der auf der Suche nach Inspiration Harry Queberts Haus aufsucht. Dort erfährt er, dass Harry angeklagt wird, die 15-jährige Nola Kellergan ermordet zu haben, die vor vielen Jahren spurlos verschwand. Regie führt Jean-Jacques Annaud.

Handlung

Marcus Goldman ist ein junger Autor und steht unter Druck, den Erfolg seines ersten Romans zu wiederholen. Um seine Schreibblockade zu bekämpfen beschließt Marcus, seinen ehemaligen Professor und Mentor Harry Quebert in der Kleinstadt Sommerdale zu besuchen, der vor 30 Jahren einen riesigen Erfolg mit seinem Roman feierte.

Doch die Freude über das Wiedersehen verfliegt schnell, als die Leiche einer vor mehreren Jahrzehnten verschwundenen Teenagerin aufgefunden wird und alle Beweise auf Harry als Mörder hindeuten. Einzig Marcus glaubt an die Unschuld seines Mentors und beginnt selbst in der Vergangenheit von Harry Quebert nach Antworten zu suchen.

Fazit

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Schon so lange wollte ich die Mini-Serie sehen, denn das Buch dazu habe ich total verschlungen. Joël Dicker hat nicht nur eine Liebesgeschichte geschrieben, sondern auch einen Krimi und eine durchaus bissige Gesellschaftssatire. Ich war sehr neugierig, wie diese komplexe Geschichte visuell umgesetzt wurde.

Wer das dicke Werk von Joël Dicker gelesen hat, weiß, dass die Geschichte nicht einfach in einen Spielfilm gepackt werden kann, ohne den Zuschauer völlig zu überfordern. Es ging also nur über eine Mini-Serie. Aber ob es gleich zehn Folgen sein mussten, wage ich jetzt auch mal zu bezweifeln.

Regisseur Jean-Jacques Annaud hat viele Sequenzen der Geschichte wirklich gekonnt eingefangen, die Erinnerungen der Figuren visuell gut umgesetzt und damit eindeutig die Spannung gehalten. Immer tiefer wurde ich als Zuschauer mit in den Sog gezogen, die erzeugt wurde. Ein kleines verschlafenes Nest an der Küste von Maine erscheint zu Anfangs völlig idyllisch, aber das ist es keineswegs. Die Menschen haben genauso mit ihren Eitelkeiten zu kämpfen wie Großstadtjunkies.

Patrick Dempsey als Harry Quebert war eine glänzende Wahl, Ben Schnetzer ist mir bislang unbekannt gewesen, aber durchaus ein Hingucker. Der heimliche Star dieser Serie ist jedoch Kristine Froseth alias Nola. Sie hat gekonnt den Lolita-Effekt ausgelöst. Die vielschichtige Persönlichkeit hat sie sehr gut gespielt und somit auch mich als Zuschauer in die Irre geführt. Denn so unschuldig, wie sie Harry Quebert gegenüber tat, war sie nicht. Sehr viel mehr will ich nicht verraten.

Die Serie hätte durchaus auch etwas gekürzt werden können, andererseits wird das Publikum für die Geduld mit wunderschönen idyllischen Bildern belohnt. Die Serie hält sich sehr nah ans Buch und somit bleiben keine Fragen offen. 100% ist mir die Serie wert und ich habe die große Hoffnung, dass der zweite Teil der Buch-Serie auch verfilmt wird.

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American Horror Story 2011 ist eine US-amerikanische Horror-Fernsehserie, die auf einer Idee von Ryan Murphy und Brad Falchuk basiert.

American Horror Story

Story

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Die Serie beginnt recht harmlos. Die Harmons, eine Familie die mit der tragischen Fehlgeburt der Mutter und der Unzucht des Vaters klar zukommen versucht, zieht mit ihrem Kind von der Ostküste nach LA in ein kleines schnuckeliges altes Haus. Recht früh merkt nicht nur die Tochter das etwas mit dem Haus nicht stimmt. Das behinderte Nachbarskind prophezeit der Familie tragisches, die Haushälterin lässt selbst mir als Zuschauer eiskalte Schauer den Rücken hinunter laufen und ein psychopathischer Patient des Vaters freundet sich mit der Tochter an um ihre Mitschüler zu bestrafen.

Ohne zu viel zu Spoilern ist es an der Stelle nicht möglich weiter über die Geschichte zu schreiben und da die Serie von den Überraschungen lebt, verzichte ich auf mehr Details. Was ich noch schreiben kann ist recht schnell in den Mittelpunkt der Serie das Haus rückt. Und so erzählen dann auch einige der Episoden in Rüclblicken was in dem Haus in den letzten Jahrzehnten passiert ist...

Fazit

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AHS versucht das fast Unmögliche zu schaffen – Horror in Serie gehen zu lassen. Was im Krimi und Thriller Bereich gut klappt, stellt die Macher bei der Gruselserie vor wirkliche Schwierigkeiten. Gerade zu Anfang ist American Horror Story auch entsprechend holprig, springt oftmals etwas zu sehr und schafft, trotz einiger für Fernsehverhältnisse sehr drastischen Bilder, das nicht zu Kaschieren. Aber ich mag das die Serie nicht ganz rund läuft. Das macht sie sympathischer als manch aalglatte Show und man muss den Machern schon alleine für den Versuch seinen Tribut zollen. Hinzu kommt das AHS visuell einen wunderbaren roten Faden besitzt (so springt zum Beispiel oft das Bild als wäre ein alter 8 mm Film neu zusammen geklebt worden) und manch sich ganz bewusst dafür entschieden hat nicht in den 12 Folgen der ersten Staffel rund 90 Jahre seit Bau des Hauses abzudecken. Das lockert ungemein auf.

Ist American Horror Story eine Serienoffenbarung? Vielleicht ja, vielleicht nein, aber es ist zumindest sehr gute, spannende Unterhaltung, die für einige gruselige Momente sorgen wird. 5 Sterne für die erste Staffel, welche vor allem gegen Ende grandios wird.

Edited by Jigsaw
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Grimm 2011 ist eine US-amerikanische Krimiserie mit Fantasy- und Mystery-Elementen, basierend auf den Märchen der Brüder Grimm, entwickelt von Stephen Carpenter, David Greenwalt und Jim Kouf.

Grimm

Story

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Der "große böse Wolf" hat mit dem Böse-Sein abgeschlossen. Er ist von Beruf Uhrmacher, fährt einen alten VW-Käfer und beginnt seinen Morgen gern entspannt mit einigen Pilates-Übungen. Im Märchen ist eben auch nicht immer alles, wie es auf den ersten Blick scheint. Das muss Detective Nick Burghardt schnell lernen. Unverhofft tritt er ein zwiespältiges Erbe an: Wie er herausfindet, ist er ein "Grimm", ein Nachfahre der Familie, die Märchenwesen erkennen kann und diese seit Jahrhunderten beobachtet - und wenn nötig auch bekämpft und tötet. Zwiespältig ist diese neue Erfahrung für den durchweg zuverlässigen Gesetzeshüter vor allem deshalb, weil er erkennen muss, dass sich diese Wesen nicht selten vor ihm fürchten. Und manchmal haben sie auch allen Grund dazu.

Fazit

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"Grimm" wird gerne mit Supernatural verglichen, doch schon, wenn man sich den Figurenbau anschaut, merkt man, wie viel die Serien trennt. Grimm ist sehr humorvoll, und die Autoren genießen das Spiel mit den Charakteren sowie den skurrilen Situationen, in die sie sie zuweilen geraten lassen. Zudem entwickeln die Serie eine ganz eigene Mythologie, die sich zwar lose an Grimms Märchen anlehnt, die jedoch reichlich Platz zum neugierig sein und entdecken lässt. Ich habe am Anfang ein paar Folgen gebraucht - und hatte auch den Eindruck, dass die Serie ein paar Folgen braucht - herauszufinden, wohin sie gehen möchte. Doch als ich anfing, die Charaktere besser kennen zu lernen, wurde ich schnell süchtig. Grimm ist spannend und sympathisch und entwickelt schnell einen ganz eigenen Charme.

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Person of Interest 2011 ist eine US-amerikanische Krimi-Science-Fiction-Fernsehserie des britischen Drehbuchautors Jonathan Nolan.

Person of Interest

Story

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Finch hat eine Maschine für die Regierung gebaut, die Verbrechen erkennt, bevor sie entstehen. Diese soll größere Terroranschläge verhindern. Einzelschicksale interessieren dabei niemanden. Deshalb macht sich Finch zur Aufgabe die "kleineren" Fälle zu bearbeiten. Dazu stellt er Resse ein, der es durch seine Spezial-Force-Vergangenheit mit dem Gesetz nicht so genau nimmt. Die Mischung von Finch und Reese ("der Mann im Anzug") ist genial. Sie sind beide auf ihre Art Einzelgänger und lernen mit der Zeit, dass sie einander vertrauen können/müssen.

Unterstützung bekommen sie durch die Polizisten Fusco und Carter. Die beiden arbeiten zusammen und wissen doch nicht, dass beide unabhängig voneinander mit "dem Mann im Anzug" zusammenarbeiten (mehr oder weniger freiwillig).

Fazit

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Was Jonathan Nolan (Drehbuch zu "The Dark Knight") und J.J. Abrams ("Lost") hier auf die Beine gestellt haben sucht seines gleichen. Die Serie ist mit das Beste, was in den letzten Jahren im Fernsehen ausgestrahlt worden ist. Schade nur, dass dies viel zu wenige Leute bemerkt haben. Der Auftakt der 1. Staffel kommt vielleicht noch ein wenig spröde und unterkühlt daher.

Zunächst wird die Ausgangssituation hergestellt und die vier Protagonisten werden quasi "in Stellung gebracht". Spätestens ab Folge 5 zieht die Serie dann aber merklich an, und ab Folge 9 entwickelt sie einen Sog, der den Zuschauer nicht mehr loslässt. Bei Folge 19 wähnt man sich schon beim Staffelfinale angekommen, doch danach kommen noch ein paar unglaublich gute und extrem spannende Folgen, die schließlich in einem grandiosen Cliffhanger münden.

Das eigentliche Highlight ist jedoch die komplexe Story, die sich um Finch und Reese rankt, und durch die ganze Staffel wie ein roter Faden zieht. Primäre Themen sind neben der Verfolgung durch "HR", CIA und schließlich auch dem FBI das Erhalten und Nutzen einer zweiten Chance, Vertrauen und Freundschaft, sowie zwei geschundene Seelen, die sich gegenseitig retten. Dass dabei so manch wichtiges Detail erst nach und nach in Rückblenden aufgedeckt wird, erhöht den Reiz noch zusätzlich.

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Penny Dreadful ist eine US-amerikanisch-britische Horrorserie von John Logan, die im viktorianischen England spielt.

Penny Dreadful

Story

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London, 1892. Hier leben Sir Malcolm Murray (Timothy Dalton), ein älterer Mann, und die deutlich jüngere, geheimnisvolle Vanessa Ives (Eva Green) in einem großen Haus mit dem Afrikaner Sembene (Danny Sapani) zusammen. Beide sind weder miteinander verheiratet noch verwandt, kennen sich aber bereits seit einiger Zeit. Anscheinend verstehen sie sich gut, doch gelegentlich streiten sie miteinander und man wird zunächst nicht verstehen warum. Doch das ist erst mal zweitrangig. Mehr möchte ich zu der Handlung nicht preisgeben. Schaut es euch an.

Fazit

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Hohes Erzähltempo mit reichlich Action und etwas Splatter, nicht gerade wenig Blut, all das sind die Zutaten der ersten drei Episoden, die bereits fesseln und viel Spannung erzeugen. Apropos Blut. Dieses ist ein vielfältiges Thema in dieser Staffel.

Ab Episode vier wird es zwar etwas ruhiger, aber keineswegs langweilig und es bleibt spannend und kurzweilig. Denn nun wird man in einer sehr langen Rückblende Ereignisse rund um Vanessa, Malcolm, Peter und Mina zu sehen bekommen, die immer dramatischer werden und in gewisser Weise eine Wendung darstellen, weswegen man die Geschichte nun aus einem ganz anderen Blickwinkel verfolgt.

All das wird dem Zuschauer in grandiosen Bildern gezeigt. Die Kameraführung und Dialoge sind fantastisch. Zudem sind die Kulissen und Kostüme aller bestens gewählt. Am meisten beeindrucken jedoch die Schauspieler. Jeder lebt seinen Charakter und spielt ihn sehr authentisch. Und dennoch muss Eva Green ein Extralob bekommen. Wie sie ihre Rolle mit mehreren Gesichtern spielt, übertrifft alles in dieser Serie.

Wenn die erste Staffel von PENNY DREADFUL mit der berechtigten Frage endet „Ist es wirklich ihr Wunsch normal zu sein?“, dann hat der Zuschauer einen richtig gut gelungenen Genre Mix aus Horror, Mystery, Fantasy und Drama gesehen. PENNY DREADFUL ist der Hammer einer Serie, die man sich am liebsten an einem Stück ansehen möchte.

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Homeland ist eine US-amerikanische Fernsehserie, die seit 2011 in den USA von Fox 21 für den Sender Showtime produziert wird. Sie basiert auf der israelischen Serie Hatufim – In der Hand des Feindes.

Homeland

Story

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Ausgerechnet einer TV-Filmserie, diesmal von FOX und nicht aus dem Hause HBO, bleibt es vorbehalten, das Thema der psychischen Implikationen dieses Kultur- und Interessenaufpralls zu thematisieren. Kein Wunder, dass die Vorlage einer israelischen Serie entlehnt wurde, weil dort das Thema weit länger zum Alltag gehört als in Washington oder Berlin. Die erste Staffel von Homeland setzt auf eine einfache Regieanweisung: US-Marine gerät bei einem Einsatz im Irak in Gefangenschaft und landet bei Al Quaida. Nach acht Jahren wird er wie ein Wunder befreit und kehrt in die Heimat zurück. Natürlich wird er zum Politikum und natürlich liegen der CIA Hinweise vor, dass ein US-Soldat umgedreht worden sein soll. Das alles ist ein schlichtes und nicht besonders aufregendes Konstrukt.

Wie allerdings sowohl das Regiebuch als auch Damian Lewis als Nicholas Brody und Claire Danes als Carrie Mathison ihre Rollen ausfüllen, das ist eine neue Dimension der subkutanen Dramatik. Hier die strebsame und durch eine bipolare Störung forcierte CIA-Agentin, dort der durch Folter- und Verlusterlebnisse traumatisierte Soldat, der in ein Karussell der Loyalitäten geraten ist. In dem gesamten Konsortium der Akteure ist es ausgerechnet die Manisch-Depressive, die der Interpretationswahrheit der verworrenen Ereignisse am nächsten kommt und ihr Pendant, der Held, lässt menschliche Qualitäten wie Loyalität und Treue ebensowenig missen wie die kaltblütige innere Logik der Zerstörung. Beide Pole ziehen sich an und stoßen sich ab, aber sie sind die einzigen, die das gesamte Spiel zu durchschauen scheinen. Um sie herum erleben sie eine Welt, in der die Vertreter von Gesetz sich nur noch durch den Rechtsbruch zu helfen wissen und kalte Revanchisten aus Trauer zu Verzweiflungstätern werden.

Fazit

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In den Folgen der ersten Staffel wirkt nichts holzschnittartig und kein Klischee ist so schal, als dass es abstieße. Das Bezwingende ist die Raffinesse, mit der es gelingt, das scheinbar Absurde als folgerichtig in die Welt zu bringen. Dadurch kommt es zu einer Signatur für den Zustand der Protagonisten in diesem Konflikt: Jede Seite hat humane wie machtpolitische Argumente, um das Fortschreiten der Destruktion zu rechtfertigen. Dass die Akteure dabei unzweifelhaft und unwiederbringlich vor die Hunde gehen, ist unumgänglich.

Fast könnte man sagen, um in der psychopathologischen Metaphorik zu bleiben, in dieser bipolaren Welt ist die Störung zum Normalzustand geworden, und diejenigen, die sich der Störung als Konsens der Konflikteure widersetzen, haben sich selbst auf die Liste der zu Zerstörenden gesetzt. Das einzige, das bei Homeland versöhnt, ist die Gewissheit, dass die Designer der Serie das Absurde durchschaut haben. Aber das ist der richtige Genuss im falschen!

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Alphas ist eine US-amerikanische Science-Fiction-Fernsehserie, die durch Zak Penn und Michael Karnow geschaffen wurde.

Alphas

Story

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„Alphas“, das sind im Rahmen der gleichnamigen Serie Menschen mit einer Gehirn-Anomalie. Diese befähigt sie, die „normalen“ Grenzen des menschlichen Körpers zu überwinden. Zentral in der Serie ist eine Gruppe von „Alphas“, die das Recht in die eigenen Hände nimmt. Unter der Führung von Dr. Leigh Rosen (David Strathairn) untersucht das Team Fälle, in denen anscheinend andere Alphas am Werk waren und die die Regierungsbehörden nicht lösen konnten, oder wollten.

Dabei besteht das Team weitestgehend aus „Normalbürgern“: Keine Ausbildung, Polizei- oder Militärdienst helfen ihnen bei der Bewältigung ihrer neuen Berufung. Nur ihre ungewöhnlichen Fähigkeiten sorgen dafür, dass sie für das Team geeignet sind.

Die Teammitglieder müssen also nicht nur mit ihren eigenen Problemen, ihren ungewöhnlichen Kräften und dem ungewohnten Stress fertig werden - weil alle sich in diesem ungewöhnlichen Zustand befinden, ist es schwer, sich zusammen zu raufen. Gerade auch, wenn mal keine Gefahr für Leib und Leben droht, den außer der Tatsache ein Alpha zu sein, haben die Teammitglieder zunächst wenig mit einander gemein.

Fazit

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Vielleicht dreht sich das Thema einfach zu sehr um sich selbst, es fehlen storytechnisch die Kontraste. In "Alphas" suchen und jagen Alphas andere Alphas. Genauer: "gute" Alphas jagen "böse" Alphas. Beide sind Menschen mit besonderen Fähigkeiten (anderswo als Mutanten bezeichnet), seien es Reaktionsfähigkeit, Sinneswahrnehmung, schiere Muskelkraft, Gedanken-Manipiulation oder (neu!) das Wahrnehmen und Verstehen elektromagnetischer Signale, selbst in digitaler Form. Die "Bösen" haben da noch einiges mehr drauf. Die Idee ist ähnlich wie bei Breakout Kings, nur eben mit einem Hauch von X-Men.

Kann man sehen, muss man aber nicht.

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Forever ist eine US-amerikanische Krimiserie mit Fantasy-Elementen, die sich mit der Geschichte des unsterblichen Gerichtsmediziners Dr. Henry Morgan beschäftigt.

Forever

Story

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In der Serie „Forever“ beschäftigt sich Dr. Henry Morgan (Ioan Gruffudd) nicht ohne Grund als Gerichtsmediziner mit den Toten von New York City: Er ist selbst „unsterblich“, oder doch zumindest erstaunlich langlebig. Das Geheimnis dieses Zustandes zu ergründen ist eine seiner Antriebsfedern. Wie viele Serien-Gerichtsmediziner hält es auch Dr. Morgan nicht in der Leichenhalle: Zusammen mit Detective Jo Martinez (Alana de la Garza) ermittelt er auch außerhalb. Die ist eine jüngst verwitwete Alkoholikerin. Während Dr. Morgan seine Unsterblichkeit natürlich vor den Augen der Öffentlichkeit verborgen hält, hat er im von Judd Hirsch gespielten Abe einen im wahrsten Sinne des Worte „alten Freund“. Die Serie soll nach und nach die Geheimnisse und Geschehnisse aus Morgans Leben aufarbeiten. Joel David Moore spielt Lucas, ein junges Technikgenie und Hipster, dem es in der Anwesenheit von schönen Frauen die Sprache verschlägt. Barbara Eve Harris hat die Rolle von Lt. Roark übernommen, ein Cop der alten Schule und Martinez' Boss. Donnie Keshawarz spielt Martinez' Kollegen Hanson, ein aufdringlicher Detective der Mordkommission.

Fazit

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Ich liebe diese Serie! Sie hat Witz, Charme und charismatische Schauspieler, deren Chemie vor der Kamera einfach toll ist. Wer der englischen Sprache mächtig ist, sollte die Folgen unbedingt im Originalton ansehen, Henry Morgan's britischer Akzent ist einfach wundervoll und macht diese Serie wirklich zu etwas besonderem! Schade und für mich völlig unverständlich, dass der amerikanische Sender ABC entschieden hat diese Serie nach nur einer Staffel zu einzustellen. Henry's Geschichte hätte eine Fortsetzung verdient gehabt.

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The 100 ist eine US-amerikanische Science-Fiction-Fernsehserie mit Eliza Taylor in der Hauptrolle. Produziert wird die Serie seit 2013 von Alloy Entertainment, CBS Television Studios und Warner Bros.

The 100

Story

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Durch Radioaktivität infolge eines Atomkrieges wurde die Erde vor 97 Jahren unbewohnbar. Die Überlebenden kamen auf einer Raumstation, der Ark, zusammen. Aufgrund begrenzter Ressourcen herrschen auf der Station strenge Regeln sowie eine Ein-Kind-Politik. Jede von einem Erwachsenen verübte Straftat wird mit dem Tode bestraft. Als feststeht, dass der Ark nur noch wenige Monate bleiben, bis der Sauerstoff aufgebraucht ist, werden 100 kriminelle Jugendliche mit einem Raumschiff auf die Erde entsandt, um mithilfe von Armbändern, die Lebenszeichen an die Ark senden, herauszufinden, ob man auf der Erde wieder leben kann.

Unter ihnen befindet sich die 17-jährige Clarke Griffin, Tochter der Chefärztin und des Chefingenieurs der Ark. Bereits bei der Landung auf der Erde kommt es zu Problemen, so bricht die Verbindung zur Ark ab und die 100 kommen nicht am geplanten Landeplatz an. Währenddessen wird der Kanzler der Ark angeschossen vorgefunden, sodass sein Stellvertreter Kane zwischenzeitlich die Führung übernimmt. Als Täter wird Bellamy Blake ausgemacht, dessen Schwester Octavia ebenfalls unter den 100 ist. Auf der Erde sind die 100 jedoch nicht alleine, die Grounders stellen neben Naturgewalten und Streitigkeiten untereinander eine tödliche Bedrohung dar.

Fazit

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Diese Thematik macht "100" zu einer ungewöhnlich dichten und bei aller Action auch hintergründigen und tiefen Science-Fiction-Story. Hier steht der Kampf des Menschen um seine nackte Existenz im Mittelpunkt, keine futuristischen Laser-Shows oder Special Effects sind der Held der Geschichte, sondern der Mensch und die grundsätzlichen Fragen, die unser Leben ausmachen, sind der Kern der Story. Das alles wird packend erzählt und ungewohnt gut gespielt."100" wird so zu einer besonderen, qualitativ hochwertigen Sci-Fi-Geschichte, die zugleich gut unterhält. Ich kann die Serie nur empfehlen, sie ist sehenswert.

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Hemlock Grove ist eine US-amerikanische Fernsehserie, die in den USA von Netflix per Streaming ausgestrahlt wird. Die Serie basiert auf Brian McGreevys Roman Hemlock Grove. Alle 13 Episoden der ersten Staffel wurden am 19. April 2013 veröffentlicht.

Hemlock Grove

Story

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Eine Stadt voll dunkler Geheimnisse, ein brutaler Mordfall und ein Katz-und-Maus-Spiel um die schonungslose Wahrheit - in dem kleinen Städtchen Hemlock Grove wird eine 17-Jährige brutal ermordet. Peter Rumancek und Roman Godfrey werden aufgrund ihrer Eigenartigkeit zu Hauptverdächtigen in dem Fall. Um ihre Unschuld zu beweisen, versuchen die beiden, den wahren Täter zu finden. Das Problem: In Hemlock Grove hütet jeder ein Geheimnis. Werden sie so in der Lage sein, das wahre Monster unter ihnen zu finden?

Fazit

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"Hemlock Grove" ist eine Horror-Serie im klassischen Sinne. Dabei hat die Serie alles, was guten Horror ausmacht: eine langsame, dichte Erzählung, tolle Charaktere, schockierende Momente, Gewalt und die oftmals trügerische Stille der amerikanischen Horror-Kleinstadt. Und: ich kenne kaum eine Serie der letzten Zeit, die so sehr ihren eigenen Stil und Charme hat, wie "Hemlock Grove". Den Vergleich auf dem Cover mit "Vampire Diaries" finde ich unpassend, wenn dann eher "True Blood", was zumindest die teils spröde Erzählweise angeht. Fans klassischer Horrorstoffe dürften mit "Hemlock Grove" auf ihre Kosten kommen, zumal der Preis wirklich top ist für eine gesamte Staffel. Wie ich finde, ein Geheimtipp für Horrorfans und perfekte Serienunterhaltung für den Herbst bzw. Oktober.

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Warehouse 13 ist eine US-amerikanische Science-Fiction-Serie, die sich um ein Lagerhaus einer Geheimorganisation dreht, in dem merkwürdige Artefakte aller Art aufbewahrt werden.

Warehouse 13

Story

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Als TV-Unterhaltung fühlt sich WH13 wie eine Kreuzung aus NCIS, Bones und Indiana Jones an: Statt den Mordfall der Woche aufzuklären gilt es, dem Artefakt der Woche auf die Schliche zu kommen, es sicherzustellen und weg zu sperren. Dabei versprüht WH13 vor allem eine Sache, die man bei vielen heutigen Hochglanz-Produktionen schmerzlich vermisst: Einen liebenswerten, fast schon naiven Charme.

Warehouse 13 ist eine kultige und schräge Mystery Serie. Ein gigantischer Schuppen mitten in der Wüste, in dem sagenhafte, gefährliche, rätselhaften oder manchmal auch einfach total verrückte Artefakte lagern, die auf keinen Fall in falsche Hände geraten dürfen. Um diese weltweit Aufzuspüren und Einzusammeln arbeiten der unkonventionelle und mit Vorahnungen behaftete Secret-Service Agent Pete Lattimer zusammen mit seiner peniblen und bedächtigen Kollegin Myka Bering.

Im Zentrum der Serie stehen die Protagonisten, ihre konsequente Weiterentwicklung und ihr jeweiliges Verhältnis zum Warehouse und zu den Kollegen. So tritt die Artefakt-Jagd hin und wieder ein wenig in den Hintergrund und bildet nur noch den groben Rahmen für die stets intelligent und humorvoll inszenierten Charaktermomente. Etwa wenn Pete und Myka erst mühevoll lernen müssen, 'ohne Hirachie' miteinander zu arbeiten. Oder wenn sich der notorische Einzelgänger und Workaholic Artie plötzlich in der Rolle des "Ersatzvaters" für ein immerhin schon 19 Jahre altes und hoch intelligentes "Wunderkind" wiederfindet, das genau so eigenbrödlerisch, dickköpfig und exzentrisch ist, wie er selbst.

Dabei nimmt sich WH13 aber auch angesichts der dramatischsten Situationen niemals allzu ernst und meistert die gefährliche Gratwanderung zwischen "seriös" und "saukomisch" mit Bravour. Ein weiterer wichtiger Punkt für den Charme der Serie ist die Liebe zum Detail, die vor allem bei den Requisiten sichtbar wird und mit der das Warehouse und die zahlreichen Artefakte im urigen 50er-Jahre Steampunk-Stil zum Leben erweckt worden sind.

Fazit

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Anzumerken sei noch, dass nach Aussage von SyFy ein nicht unerheblicher Teil der Warehouse 13-Fans Frauen sind. Also ein echter Geheimtipp für alle, die bisher bei dem Versuch gescheitert sind, "der Liebsten" das Sci-Fi-Genre schmackhaft zu machen.

Der größte Pluspunkt der Serie - die Synergie zwischen den Charakteren - ist aber zugleich auch ihre größte Schwäche: Die Serie ist so gut, weil die Charaktere so gut sind und so gut funktionieren. Das birgt zwar zum einen ein immenses Suchtpotential, aber wer als Zuschauer keine Bindung zu den Charakteren aufbauen kann oder sie einfach als "unsympatisch" empfindet, wird niemals wirklich in der Lage sein, die Faszination hinter der Serie zu verstehen.

Des weiteren sollte - vorsorglich warnend - erwähnt werden, dass die Spezialeffekte in WH13 im absoluten Gegensatz zur Qualität der Requisiten und Schauspieler stehen. Die CGI ist Low-Budget und das sieht man ihr leider auch viel zu oft an. Technik-Puristen mit einem Faible für perfekt inszenierte Effektgewitter sollten die Serie erst einmal 'antesten' um nicht von der mitunter etwas altbackenen Trick-Technik enttäuscht zu werden.

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Defiance ist eine US-amerikanische Science-Fiction-Fernsehserie, die von Universal Cable Productions für den US-Sender Syfy produziert wurde.

Defiance

Story

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Die Erde, so wie wir sie kennen existiert nicht mehr: mehrere außerirdische Rassen haben die Erde überrannt und einem Terraforming unterzogen. Auch wenn diese Apokalypse, welche das Antlitz des Planeten grundlegend verändert hat, einige Jahre zurückliegt, ist der Frieden zwischen den Rassen noch immer ein zerbrechliches Gut: Anarchie und Chaos beherrschen das Land. Inmitten dieser postapokalyptischen Welt entsteht Defiance – eine Siedlung, in der Menschen und die interstellaren Neuankömmlinge versuchen friedlich zusammenzuleben.

Fazit

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Defiance ist eine überraschend gelungene wie komplexe Science-Fiction-Serie, in der die Schwierigkeiten einer Co-Existenz mehrerer Kulturen, die kaum unterschiedlicher sein könnten, durchleuchtet werden: bei so viel Divergenz sind Konflikte vorprogrammiert und so ist die Handlung geprägt von Intrigen, Politik, Gewalt, Kompromissen und all den schönen wie hässlichen Seiten einer multikulturellen Gemeinschaft.

Überraschend für eine Serie diesen Genres, sind die weitestgehendst ausgearbeiteten Charaktere und die von trockenem Humor gespickten Dialoge, auch eine durchgehende Geschichte sowie der eine oder andere Cliffhanger machen Defiance zu einem sehenswerten Erlebnis à la Firefly!

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Almost Human ist eine US-amerikanische Science-Fiction-Fernsehserie von J. H. Wyman. Sie wurde von Bad Robot Productions und Warner Bros. Television für den US-Sender Fox produziert.

Almost Human

Story

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Die US-amerikanische Science-Fiction-Serie Almost Human ist im Los Angeles des Jahres 2048 angesiedelt. In dieser Zukunft hat die Menschheit fantastische Fortschritte hinsichtlich der Entwicklung künstlicher Intelligenz und deren Integration in Androiden gemacht. Dementsprechend nehmen die menschenähnlichen Kreationen immer mehr am Weltgeschehen auf der Erde teil, zumeist in rein praktischer Funktion. So bedient sich beispielsweise auch das LAPD (Los Angeles Police Department) der mechanischen Hilfskräfte.

Im Mittelpunkt der Handlung von Almost Human befindet sich Detective John Kennex (Karl Urban), der sich mit den künstlichen Weggefährten auf Kriegsfuß befindet. Ausschlaggebend dafür ist die Tatsache, dass sich ein Android im Feuergefecht gegen die Rettung seines Partners entschied, da die Überlebenschancen anderer Menschen höher waren. Dieses schicksalhafte Ereignis hat bei John tiefe Wunden hinterlassen und erst zwei Jahre später sieht er sich wieder in der Lage, in den aktiven Dienst zurückzukehren.

Da sich in der Zwischenzeit jedoch nichts an seiner Einstellung geändert hat, vernichtet er Kurzerhand den ersten Androiden, den er zur Seite gestellt bekommt. Daraufhin wird ihm ein veraltetes DRN-0671-Modell zugeteilt. Dieses trägt den Namen Dorian (Michael Ealy) und ist vor allem darauf ausgelegt, richtige Emotionen dank einer synthetischen Seele zu empfinden. Obgleich John seine Vorurteile nicht auf Anhieb überwältigen kann, muss er sich im Lauf der Zeit eingestehen, dass die Verbindung zu seinem neuen Partner stetig wächst.

Fazit

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Gleich vorweg: Möglicherweise dank meiner geringen Erwartung war der Pilot zumindest keine reine Zeitverschwendung. Das Setting (welches mich übrigens zu sehr an Miniority Report erinnert) und die Chemie zwischen dem frustrierten Stereo-Typ-Cop und dem Robot mit Seele wussten schon zu unterhalten. Auch der gewisse SyFy-Touch mit den einzelnen Elementen war durchaus vorhanden, den ich bei Continuum einfach vermisst habe (ja ich weis die Prämisse war eine andere, aber ich hätte mir da auch mehr Verbindung in die Zukunft gewünscht).

Was man nun aber so die Reviews für E2 durchließt, bestätigten diese eigentlich alles was ich im Piloten befürchtet habe. Die Figuren rund um die beiden waren absolut austauschbar, die Story bzw. der (kleine) rote Faden schon in zig Crime-Shows/Filmen durchgekaut und der Procedural-Anteil muss wohl übermächtig sein. Somit eigentlich die gleichen Voraussetzungen wie bei Continuum und trotzdem war ich auch ohne recht gutem CGI am Ende von S1 recht begeistert.

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Helix ist eine US-amerikanische Science-Fiction-Fernsehserie.

Helix

Story

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Die US-amerikanische Science-Fiction-Thriller Helix aus dem Hause Syfy schildert die Erlebnisse von einem Team, bestehend aus Wissenschaftlern und Sicherheitspersonal, das in einem hochtechnologischen Forschungslabor in der Arktis operiert. Helix handelt von einer Gruppe CDC-Wissenschaftlern die ins ewige Eis auf eine geheime Forschungsstation des mächtigsten Pharmakonzerns der Welt gerufen wird, um einer geheimnisvollen Virusinfektion auf die Pelle zu rücken. Von Anfang an wird das CDC belogen und mit halbgaren Informationen gefüttert, während sich das Virus in der riesigen Station ausbreitet und einen Angestellten nach dem anderen in tollwütige Bietser verwandelt. Nach und nach kommen neue Wahrheiten ans Licht und vermitteln dem Zuschauer eine gekonnte Verstrickung aus Intrigen, Rache, Missgunst, Ehre und Loyalität. Die Handlung hat Tiefgang und überrascht mit frischen Ideen, klugen Dialogen und einem harmonischen Cast. Positiv dabei ist, dass das "Zombiethema" nur angeschnitten, nicht überbewertet wird, zwar ständig präsent aber nicht beherrschend erscheint. Zumal man hier von Patienten redet, statt von Zombies und die infizierten auch tatsächlich keine Zombies sind, denn diese sind ja nicht tot.

Fazit

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Manchmal überrascht es, wie Tausendsassa Billy Campbell scheinbar alles gleichzeitig sein kann: Wissenschaftler, militärischer Anführer, Pläneschmieder, Detektiv, Liebhaber .... Auch ist hat man ab und an den Eindruck etwas verpasst zu haben. Plötzlich wurde jemand entführt und man fragt sich, wann und wie. Hier und da gibt es gefühlte Logiklöcher, welche aber aufgrund des Charmes der Serie nicht tragisch ins Gewicht fallen und schnell verziehen und vergessen werden. Einige Male habe ich mich auch gefragt, wie man nur so blöd sein kann, nachdem man weiß, dass überall auf der Station Gefahr lauert, wichtige Personen allein durch die Gegend latschen zu lassen oder permanent in Gefahr zu bringen. Allerdings ist das der Dramaturgie der Serie geschuldet die ohne diese Szenen sicherlich eine lahme medizinische Doku, begleitet von Attacken tollwütiger Irrer.

Wer fernab vom derzeitigen Serien-Mainstream mal wieder hinsichtlich Si-Fi richtig gut unterhalten werden will, der ist hier absolut richtig. Action und Spannung kommen nicht zu kurz. Die Serie trumpft mit Überraschungen und Wendungen auf und die Handlung ist niemals vorhersehbar. Handwerklich und optisch ist Helix super gemacht und erinnert an Big-Budget-Produktionen. Die Set-Designer haben gute Ideen umgesetzt und die CGI-Effekte sind nicht perfekt aber durchaus in Ordnung. Die Handlung hat gefühlt hier und da ein paar Stolpersteinchen / Logiklöcher, die man aber gern verzeiht und schnell vergisst. Helix macht Spaß und schaut sich so, wie man ein gutes Buch liest.

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Hannibal ist eine US-amerikanische Psychothriller-Krimiserie von Bryan Fuller. Die Serie beginnt mit der Vorgeschichte des Romans Roter Drache von Thomas Harris, weist aber auch Eigenschaften einer Neuinterpretation auf, wodurch es einige inhaltliche Unterschiede zur eigentlichen Geschichte der Buchreihe gibt.

Hannibal

Story

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Hannibal Rising' 'Roter Drache', 'Das Schweigen der Lämmer' und 'Hannibal' sind Bücher/Filme, die viele Zuschauer kennen. Die Filme wurden von Anthony Hopkins alias Hannibal Lecter dominiert und insb. beim Schweigen der Lämmer dachte wohl jeder: Hopkins ist der ultimative Dr. Lecter.

Die Serie Hannibal klatscht die Filme wie ein Fliege an die Wand, um mal das Zitat eines anderen Rezensenten auszuborgen, denn besser kann man es nicht ausdrücken. Die Darstellung aller Schauspieler ist überragend, allen voran Mads Mikkelsen, der sich Hannibal wie eine zweite Haut überstreift und (für mich völlig unerwartet) Hopkins in jeder einzelnen Szene restlos übertrifft. Auch Hugh Dancy läßt als Will Graham Edward Norton schon in den ersten Folgen komplett vergessen. Doch die Serie ist mehr als herausragende Schauspielerei, sie ist erstklassige Kameraarbeit, besteht aus ausgefeilten, psychologisch tiefgründigen Dialogen und einer Ästhetik, die trotz aller Brutalität bei den zugrundeliegenden Morden, ganz besonders aber bei der Zubereitung von Hannibals exquisiten Gerichten ihres Gleichen sucht.

Die Gerichte haben es in sich: Bei Hannibal handelt es sich um einen Kannibalen, der mordet, der seine Opfer nicht hasst oder irgendwelche Motive hat, sondern sie schlichtweg als ein Stück Fleisch ansieht. Hintergrund ist der grausame Mord an der eigenen Schwester Misha in seiner Heimat Litauen, als Hannibal noch ein Kind war. Misha wurde aufgrund von Kälte und Hungersnot von ihren Mördern verspeist und Hannibal gezwungen zuzusehen und ebenfalls einen Teil seiner Schwester zu essen. Dies war Grundlage, dass Hannibal vom Opfer zum Täter wurde. Seine Dinnerpartys, die er - inzwischen erwachsen und in Baltimore lebend - immer nach seinen Morden zelebriert, sind legendär. Die Gerichte sind so kunstvoll und lecker angerichtet, dass man fast mitessen möchte, bevor man sich fragt, wen oder was die Gäste da gerade verspeisen und irritiert das eigene profane Mettbrötchen anschaut. Dennoch: Diese Serie ist schlichtweg Kunst und hat zumindest mir nie den Appetit beim Abendessen verdorben.

Sie beginnt zwischen den Ereignissen von Hannibal Rising (eben der oben erwähnten Kindheit/Jugend von Hannibal) und Roter Drache, als Dr. Lecter dem instabilen Polizeipsychologen Will Graham (und damit der gesamten FBI Crew) zur Seite steht und die Beratung von Will übernimmt. Will hat das Problem zu großer Empathie, er kann sich in die Täter eins zu eins hineinversetzen, was ihn mehr und mehr quält und fast wahnsinnig macht. Noch ahnt er nicht, dass der Serienkiller, den er im Auftrag des FBI sucht und profilen soll, Hannibal selbst ist. Hannibal manipuliert Will gnadenlos, doch irgendwann merkt dieser, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt. Gleichzeitig fühlt er sich zu Hannibal hingezogen, was ihn noch mehr irritiert.

Die Geschichte ist vor allem eins: eine Liebesgeschichte zwischen Hannibal und Will, die nie ihren Focus auf die beiden Hauptfiguren verliert. Hannibal, der äußerst attraktiv, elegant und eloquent ist, weigert sich, sich selbst als Wills Psychiater zu bezeichnen, er führt lediglich "Unterhaltungen", möchte sein Freund sein, denn einen solchen hatte er offenbar nie. Hannibal ist hier nicht nur der kannibalische Mörder und Manipulator, sondern hat viele menschliche Züge, fast schon charmante Eigenheiten, die ihn sympathisch machen, ohne dass man je vergisst, wer er ist und was er isst! Er verliebt sich in Will, kann nicht mehr ohne ihn und treibt ihn dennoch immer mehr in den Wahnsinn. Will hat verständlicherweise größere Probleme damit, seine Liebe und Besessenheit von Hannibal zuzugeben, denn wer mag schon Freund, Seelenverwandter, Geliebter eines Serienkillers sein, von dem er manipuliert, verraten, gerettet, zweimal fast ermordet und doch wieder gerettet wird. Wer mag schon zugeben, dass er selbst seelische Anteile eines solchen Menschen besitzt und möglicherweise Befriedigung im Morden empfindet? Will wehrt sich lange mehr und einige Male weniger erfolgreich dagegen.

Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Serie, dass nicht nur Will Graham, sondern alle Protagonisten, ob Jack Crawford (Laurence Fishburn), Alana Bloom oder Bedelia (Gillian Anderson) fasziniert von und/oder verliebt in Hannibal sind. Alle zahlen ausnahmslos einen hohen Preis dafür.

ACHTUNG (Spoiler)

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Spoiler

In der ersten Staffel (ab hier Spoilerwarnung!) reihen sich noch diverse Fälle aneinander, ab der 2. Staffel geht es aber fast nur noch um die Geschichte der Hauptfiguren selbst. Selten habe ich gesehen, dass man sich für die Charakterdarstellung jeder einzelnen Figur so viel Zeit gelassen hat. Das führt auch dazu, dass man mit den Figuren mehr und mehr mitlebt und einem beim Finale der 2. Staffel regelrecht die Luft wegbleibt. Der Cliffhanger hier sucht seines gleichen in so ziemlich jeder anderen Serie. Als Hannibal nach dem Showdown in den Regen hinausgeht, bleibt einem der Mund offen stehen, ob der Schönheit dieser Inszenierung. Allein die auf Hannibals Gesicht fallenden Regentropfen und das Wissen, was da gerade Furchtbares in seinem Haus geschehen ist, machen vollkommen sprachlos. Es lässt einen mit vielen Fragen und dem typischen ' das kann doch einfach nicht sein ' Gefühl zurück und wühlt einen fast so auf wie die Figuren selbst.

In der dritten Staffel gibt es eine Art filmischen Stil- und Chronologiebruch im Vergleich zu den Büchern. Die Geschichte in Florenz, die eigentlich erst im Buch 'Hannibal' also ganz am Ende kommt, wird hier bereits vor dem Roten Drachen eingeflochten. Clarice Starling spielt allerdings zu keinem Zeitpunkt eine Rolle, es bleibt bei Will Graham als Hannibals Partner und Objekt der Begierde. Das tut der Serie aber sogar gut, denn alle Schauspieler sind so stark und die Will/Hannibal Beziehung so dominierend, dass ich nicht weiß, wo man eine Clarice Starling noch hätte einflechten sollen.

In Florenz werden Hannibals Gefühle offensichtlich. Trotz seiner eigenen 'Affäre' mit seiner Psychiaterin Bedelia weiß diese genau, wonach sich Hannibal sehnt. Sie begleitet ihn in Florenz und doch ist es Abel Gideon, der den entscheidenen Satz über Hannibal sagt: 'If only this company could be Will Graham'. Hannibal opfert schließlich das ihm allerwichtigste, seine Freiheit, um Will nahe sein zu können. Im zweiten Teil der Staffel 3 wird der 'Rote Drache' aufgegriffen, wir sehen Hannibal im bekannten weißen Anzug und mit teils Mundschutz hinter Gittern. Will hingegen braucht ihn, um die Morde des Roten Drachen aufzuklären. Die Serie wird nun tatsächlich zum Thriller, aber auch die Liebe zwischen Hannibal und Will immer deutlicher.

Will, der sich anfangs Lichtjahre davon entfernt sah, auch nur Hannibals Freund zu werden, fragt Bedelia scheinbar fassungslos: '"Ist Hannibal in mich verliebt?'" Bedelia: '"Ja, aber sehnen Sie sich auch nach ihm?"'

Natürlich tut er das, er hat es längst aufgegeben, gegen seine Dämonen zu kämpfen. Die Beziehung entwickelt sich nie zu einer sexuellen Liebe, sie ist aber auch weit mehr als eine platonische Liebe, durchaus sehr körperlich, wenn besonders Hannibal Will berührt oder die beiden sich ansehen. Vor allem aber ihre Gespräche, die Empfindungen, egal ob Liebe, Hass, Abscheu, Verständnis, machen diese Beziehung aus. Die Seelenverwandten haben sich am Ende gefunden. Das Ende der Serie ist so unfassbar brutal und gleichzeitig schön, die letzte Szene hat eine Intimität, die körperliche Nähe, die Blicke in die Augen des anderen, das Glück, trotz dessen was zuletzt passiert ist - man kann nicht anders, als hinzuschauen um dann am Ende wieder zu erstarren. Mit diesem Ende, das viel diskutiert wurde, kann ich aber gut leben. Es ist ein aufwühlender, wunderschöner (Will: 'It's beautiful) Abschluss.

Fazit

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FSK 18 ist angemessen. Mads Mikkelsen in seiner besten Rolle, wobei ich noch keinen Film gesehen habe, in dem er nicht brilliert. Alle andere Darsteller sind ebenfalls brilliant. Einzig fiel es mir schwer, der inzwischen zur starren Maske schönheitsoperierten und völlig unnatürlich Gillian Anderson zuzusehen. Dennoch spielt auch sie ihre Rolle sehr gut. Wen die psychologischen Gespräche nicht langweilen, der wird fasziniert sein und Hannibal und Will am Ende vermissen. Absolut sehenswert! Danke, dass ich diese außergewöhnliche Serie entdecken durfte.

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